Verbreitete Screenreader sind NVDA und JAWS unter Windows, VoiceOver auf Apple-Geräten und TalkBack unter Android. Sie lesen nicht das Bild auf dem Monitor. Sie lesen den Accessibility Tree, den der Browser aus dem HTML erzeugt. Überschriften, Listen, Landmarken, Linktexte und Formularbeschriftungen werden so zu Navigationspunkten. Nutzer springen von Überschrift zu Überschrift oder lassen sich alle Links einer Seite auflisten.
Daraus folgt, was eine Seite für Screenreader tauglich macht: eine logische Überschriftenstruktur, Alternativtexte für Bilder, beschriftete Formularfelder, klare Linktexte und eine sinnvolle Fokusreihenfolge. Rein visuelle Hinweise wie Farbe oder Position reichen nicht. Ich teste jede Seite, die ich prüfe, mindestens mit einem Screenreader. Viele Fehler zeigen sich nur so.