Google Spam Update: Richtlinien und Chronik

Kurz und kompakt

  • Ein Google Spam Update ist eine angekündigte Verbesserung der automatischen Spam-Erkennung, vor allem des Systems SpamBrain. Google meldet jedes Update im Search Status Dashboard.
  • 2026 gab es bisher drei Spam-Updates: im März, im Juni und im August. Jedes war in weniger als drei Tagen ausgerollt.
  • Die Spam-Richtlinien gelten seit Mai 2026 ausdrücklich auch für KI-Antworten in der Google Suche; Back Button Hijacking ist seit 2026 ein eigener Verstoß.
  • Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum setzt Google manuelle Maßnahmen der Site Reputation Policy nicht mehr durch; betroffene Bereiche ranken dort eigenständig.
  • Ob Sie betroffen sind, zeigt der Abgleich Ihrer Search-Console-Daten mit den Update-Daten, nicht das Bauchgefühl. Manuelle Maßnahmen stehen im Bericht „Manuelle Maßnahmen“.
  • Spam-Reports gehen wortwörtlich an den Betreiber; das Disavow-Tool ist laut Google nur bei einer manuellen Maßnahme oder unmittelbarer Gefahr sinnvoll.

Inhaltsverzeichnis

Drei Google Spam Updates in fünf Monaten, jedes in weniger als drei Tagen ausgerollt, dazu zwei neue Regeln und ein Sonderweg für Europa: 2026 ist das Jahr, in dem Google die Spam-Bekämpfung nicht lauter, sondern schneller gemacht hat. Wer nach dem 18. August einen Sichtbarkeitsverlust gesehen hat, fragt sich zu Recht, ob das Google Spam Update das eigene Projekt gemeint hat.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, was ein Google Spam Update ist, welche Spam-Richtlinien 2026 gelten, wie Sie eine Betroffenheit prüfen und wann Spam-Report und Disavow-Tool sinnvoll sind. Die Chronik der Updates führe ich laufend fort. Stand: 2. September 2026.

Was ist ein Google Spam Update?

Ein Google Spam Update ist eine von Google angekündigte, spürbare Verbesserung der automatischen Spam-Erkennung. Die Systeme dahinter laufen ständig; ein Update markiert den Moment, in dem Google sie so verändert, dass Websites eine Ranking-Änderung bemerken können. Google veröffentlicht Beginn und Ende jedes Updates in der Liste der Ranking-Updates.

Das wichtigste dieser Systeme heißt SpamBrain, ein KI-basiertes Erkennungssystem, das Google in der Dokumentation zu Spam-Updates ausdrücklich nennt. Nach eigenen Angaben findet Google täglich rund 40 Milliarden Spam-Seiten. Ein Spam Update ist deshalb keine neue Regel, sondern eine schärfere Anwendung bestehender Regeln.

Zwei Folgen aus der Dokumentation sind für Sie entscheidend. Erstens: Eine Website, die nach einem Spam Update verliert, soll die Spam-Richtlinien prüfen; eine Erholung tritt erst ein, wenn die Systeme über Monate lernen, dass die Seite regelkonform ist. Zweitens: Bei einem Update gegen Link-Spam gibt es keine Erholung im eigentlichen Sinn, weil der Ranking-Vorteil aus den entwerteten Links dauerhaft verloren ist.

Spam Update vs. Core Update: Wo liegt der Unterschied?

Ein Google Spam Update richtet sich gezielt gegen Verstöße gegen die Spam-Richtlinien, ein Core Update bewertet die Qualität und Relevanz aller Inhalte neu. Beide stehen im selben Dashboard, haben aber unterschiedliche Konsequenzen: Nach einem Spam Update gibt es einen Verstoß zu beheben, nach einem Core Update gibt es meist nichts zu reparieren, sondern etwas zu verbessern.

Google beschreibt Core Updates als breite Änderungen an den Ranking-Systemen, die keine einzelnen Seiten anvisieren. Ein Spam Update ist das Gegenteil: eng, regelbezogen, mit klarer Ursache. Für die Diagnose heißt das, dass Sie zuerst das Datum Ihres Traffic-Einbruchs mit der Update-Historie im Status Dashboard abgleichen sollten. Erst dann wissen Sie, welche Fragen Sie sich stellen müssen.

Welche Spam-Richtlinien gelten 2026?

Die Spam-Richtlinien von Google umfassen 2026 sechzehn benannte Praktiken: Cloaking, Doorway-Seiten, Expired Domain Abuse, gehackte Inhalte, versteckter Text und versteckte Links, Keyword-Stuffing, Link-Spam, maschinell erzeugter Traffic, bösartige Praktiken, irreführende Funktionen, Scaled Content Abuse, Scraping, Site Reputation Policy, Sneaky Redirects, Thin Affiliation und nutzergenerierter Spam. Neu seit April 2026 ist Back Button Hijacking als Unterfall der bösartigen Praktiken.

Ich lese die Spam-Richtlinien nicht als Verbotsliste, sondern als UX-Regelwerk. Jede Praktik darin bricht eine Erwartung von Nutzern. Wer seine Website an diesen Erwartungen ausrichtet, muss die Liste nicht auswendig kennen.

Die vollständige Liste steht in den Spam-Richtlinien für die Google Websuche. Google betont dort, dass die Liste nicht abschließend ist und dass Verstöße per Automatik oder per manueller Prüfung erkannt werden. Wichtig für alle, die den Google AI Mode und die AI Overviews im Blick haben: Am 8. Mai 2026 hat Google klargestellt, dass die Spam-Richtlinien auch für generative KI-Antworten in der Google Suche gelten. Wer versucht, die KI-Antworten mit denselben Tricks zu manipulieren wie früher die zehn blauen Links, fällt unter dieselben Regeln.

Back Button Hijacking: die neue Richtlinie

Back Button Hijacking liegt vor, wenn eine Website in den Browser-Verlauf eingreift und verhindert, dass Nutzer mit dem Zurück-Button sofort auf die vorherige Seite kommen. Google hat die Praxis am 13. April 2026 als ausdrücklichen Verstoß gegen die Richtlinie zu bösartigen Praktiken eingestuft und den Betreibern zwei Monate Vorlauf bis zur Durchsetzung gegeben. Was seither gilt, zeigt die Fakten-Karte darunter.

Der Blogbeitrag nennt einen Punkt, der in der Praxis oft übersehen wird: Der Eingriff muss nicht aus dem eigenen Code stammen. Eingebundene Bibliotheken und Werbeplattformen können den Verlauf ebenso manipulieren, und Google erwartet, dass Betreiber ihre technische Implementierung vollständig prüfen. Aus UX-Sicht ist das keine Überraschung. Die Manipulation des Zurück-Buttons gehört zu den Dark Patterns, die Conversion und Vertrauen gleichermaßen beschädigen; Google hat sie lediglich in eine Ranking-Regel übersetzt.

Site Reputation Policy und der Sonderweg im EWR

Die Site Reputation Policy richtet sich gegen Inhalte Dritter, die auf einer etablierten Domain vor allem deshalb erscheinen, weil sie von deren Ranking-Signalen profitieren sollen. Nach einer Änderung im August 2026 wirkt eine manuelle Maßnahme unter dieser Richtlinie nur noch für Nutzer außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums; welche Regel seither im EWR gilt, zeigt die Fakten-Karte darunter.

Google hat die Änderung am 28. August 2026 im Search Central Blog angekündigt und als Ergebnis von Gesprächen mit der Europäischen Kommission beschrieben. Google begründet den Schritt mit Bedenken gegen eine zu breite Auslegung des Digital Markets Act. Betreiber werden weiterhin in der Search Console informiert und können einen Antrag auf erneute Überprüfung stellen; berechtigte Websites bekommen zusätzlich die Möglichkeit einer Mediation. Für Sie als Betreiber im EWR bedeutet das keine Entwarnung: Wer eine Rubrik mit Fremdinhalten betreibt, verliert im Zweifel den Ranking-Vorteil der Hauptdomain, auch wenn keine Maßnahme greift.

Johan von Hülsen leitet aus der EWR-Ausnahme eine Einschätzung ab, die ich für plausibel halte: Die Richtlinie sei technisch ein Filter im Re-Ranking, der die Sektion aus dem Ergebnis nimmt, und im EWR werde dieselbe Sektion stattdessen als eigenständige Domain geführt und verliere so den Boost der Hauptdomain. Das ist eine Deutung, keine Google-Aussage, aber sie erklärt, warum die Konsequenz in beiden Regionen ähnlich ist.

Scaled Content Abuse und KI-Massencontent

Scaled Content Abuse ist laut Richtlinie das massenhafte Erzeugen von Seiten, die primär Rankings manipulieren sollen und Nutzern wenig bieten, unabhängig davon, ob sie per generativer KI, per Scraping oder per Zusammenkopieren entstehen. Der Zweck entscheidet, nicht das Werkzeug. Damit ist der Einsatz von KI-Text nicht per se ein Verstoß; mehr dazu in meinem Beitrag zu SEO und KI-Content.

Wie Google solche Netzwerke erkennt, deutet ein Forschungspapier von Google-Forschern an, das Search Engine Journal im Juni 2026 ausgewertet hat: Das darin beschriebene Scalable Cluster Termination System (S-CTS) sucht nicht nach einzelnen schlechten Seiten, sondern nach Gruppen von Accounts, die dieselben KI-Vorlagen wiederverwenden. Das Papier bezieht sich auf Video-Plattformen; ob und wie das System in der Websuche läuft, sagt Google nicht.

Was das jüngste Spam Update in dieser Hinsicht getroffen hat, zeigt die Fakten-Karte darunter. Sie beruht auf Beobachtungen aus der SEO-Community, nicht auf einer Bestätigung von Google. Die Richtung passt aber zur Richtlinie: Wer die Produktion automatisiert, ohne den Nutzen zu prüfen, produziert genau das Muster, das Google als Scaled Content Abuse beschreibt.

Chronik: Die Google Spam Updates 2026

Google hat 2026 bisher drei Spam Updates ausgerollt; jedes Google Spam Update steht mit Beginn und Ende im Dashboard. Alle Angaben stammen aus dem Search Status Dashboard, die Zeiten sind in US-Pazifikzeit angegeben.

Zu allen drei Updates hat Google auf LinkedIn dieselbe Formel verwendet: ein „normal spam update“ für alle Sprachen und Standorte. Zusätzlich hat Google laut Search Engine Roundtable für März und August bestätigt, dass die Updates nicht auf Link-Spam zielten und Google keine Angaben zum Anteil betroffener Suchanfragen macht. Was ein Update konkret trifft, bleibt damit Interpretation der Community.

Zwei Beobachtungen nach dem August-Update ordne ich ein, ohne sie als Fakt zu härten. Barry Schwartz dokumentiert, dass die Ranking-Volatilität nach dem 21. August nicht abgeklungen ist, sichtbar in der Community und in den Tracking-Tools. Und Rajan Patel, VP of Engineering für die Google Suche, hat auf die Frage, ob das Spam-Team noch ausreichend besetzt sei, laut Search Engine Roundtable knapp mit Ja geantwortet. Ein Signal, dass die Taktung der Updates kein Zufall ist.

Bin ich betroffen? So prüfen Sie es

Betroffen sind Sie, wenn Ihr Sichtbarkeits- oder Klickverlust zeitlich mit dem Rollout eines Google Spam Updates zusammenfällt und sich auf Seiten konzentriert, die eine der Spam-Richtlinien berühren. Der erste Schritt ist deshalb immer der Datumsabgleich zwischen Search Console und Status Dashboard, der zweite der Blick in den Bericht „Manuelle Maßnahmen“.

Dabei hilft eine Unterscheidung, die Google selbst trifft. Eine manuelle Maßnahme verhängt ein menschlicher Prüfer; Sie sehen sie im Bericht und in der Nachrichtenzentrale der Search Console und können nach der Korrektur einen Antrag auf erneute Überprüfung stellen. Eine algorithmische Abwertung durch ein Google Spam Update erzeugt dagegen keine Nachricht. Sie erkennen sie nur am Zeitverlauf, und sie verschwindet erst, wenn die Systeme über Monate Regelkonformität lernen.

Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Fällt der Einbruch auf ein Update-Datum? Betrifft er die ganze Domain oder einzelne Verzeichnisse, etwa eine Rubrik mit Fremdinhalten oder ein Verzeichnis mit automatisch erzeugten Seiten? Gibt es eine manuelle Maßnahme? Gibt es Skripte oder Werbe-Integrationen, die in den Browser-Verlauf eingreifen? Erst wenn alle vier Fragen mit Nein beantwortet sind, lohnt der Blick auf Core Updates und andere Ursachen. Wenn Sie kürzlich eine Domain gekauft haben, nennen Sie das im Antrag auf erneute Überprüfung; Google weist im Hilfetext ausdrücklich auf diesen Fall hin.

In meinen Audits ist der häufigste Fehler nicht der Verstoß, sondern die falsche Diagnose: Ein Einbruch wird dem Spam Update zugeschrieben, obwohl das Datum nicht passt. Der Abgleich mit dem Dashboard dauert fünf Minuten und spart Wochen falscher Maßnahmen.

Wie funktioniert ein Spam-Report an Google?

Ein Spam-Report ist eine Meldung über das Formular „Search Quality User Report“, mit dem Sie Seiten melden, die gegen die Spam-Richtlinien verstoßen. Google nutzt die Meldungen laut eigener Aussage vor allem, um die automatische Erkennung zu verbessern, kann sie aber auch für eine manuelle Maßnahme heranziehen.

Zwei Regeln sollten Sie kennen, bevor Sie das Formular ausfüllen. Google leitet den Freitext Ihrer Meldung im Fall einer manuellen Maßnahme an den betroffenen Betreiber weiter, damit dieser den Kontext versteht. Ihre Identität wird dabei nicht übermittelt; die Meldung bleibt anonym, solange Sie selbst keine persönlichen Angaben in den Text schreiben. Und: Enthält die Meldung personenbezogene Informationen, bearbeitet Google sie nicht. Die Doku wurde im April 2026 genau um diese Warnung ergänzt.

Das Formular selbst ist nach Kategorien gegliedert, etwa Scraped Content, Scaled Content Abuse, Keyword-Stuffing, Thin Affiliate Pages oder gehackte Seiten. Wählen Sie die Kategorie, die den Verstoß am genauesten beschreibt, und beschreiben Sie im Freitext, was ein Prüfer auf der Seite sehen wird. Vage Vorwürfe gegen Wettbewerber helfen niemandem; ein präziser Hinweis auf eine Praktik aus der Richtlinienliste schon.

Link-Spam und Disavow: Wann lohnt sich das Tool?

Das Disavow-Tool lohnt sich laut Google nur, wenn Sie eine erhebliche Zahl künstlicher oder minderwertiger Links haben und diese Links eine manuelle Maßnahme ausgelöst haben oder voraussichtlich auslösen werden. In allen anderen Fällen bewertet Google die Links selbst, und die meisten Websites brauchen das Tool nie.

So steht es in der Hilfe zum Disavow-Tool, die den Schritt „Entscheiden, ob das nötig ist“ bewusst als Schritt 0 führt und vor Schäden bei falscher Anwendung warnt. Mark Williams-Cook kommt in seiner Einordnung zu demselben Ergebnis: Gegen besonders aggressive Link-Spam-Attacken sei das Disavow-File weiterhin wirksam, gestützt auf Traffic-Daten, die Martin McGarry vorgelegt hat; in fast allen anderen Fällen solle man es nicht anfassen. John Mueller von Google hat das Anfang September 2026 auf Reddit bestätigt: Das Tool habe Auswirkungen, aber seinen Platz und seine Zeit; eine Handvoll entwerteter Links lasse keine Website aus der Suche fallen, wie Search Engine Roundtable festhält. Das deckt sich mit meiner Praxis. Ein Disavow, der aus Angst statt aus Befund entsteht, entwertet im Zweifel Links, die Ihre Autorität im Netz tragen.

Mein Grundsatz beim Disavow-Tool: kein Befund, kein Upload. Ich habe mehr Websites gesehen, die sich mit einem übervorsichtigen Disavow selbst geschadet haben, als solche, die ohne Disavow eine Strafe kassiert hätten.

Auch ausgehende Links sind seltener ein Problem, als viele befürchten. Auf die Frage, ob Google eine Website für alte ausgehende Links bestraft, deren Ziel-Domain nach einem Eigentümerwechsel fragwürdige Inhalte hostet, hat John Mueller laut Search Engine Roundtable mit Nein geantwortet und ergänzt, das Web sei voller Umbrüche. Prüfen Sie alte Links trotzdem gelegentlich, aber aus Nutzersicht, nicht aus Angst vor einer Strafe.

Ein Widerspruch in den Quellen gehört hier benannt. Der Newsletter Dofollow Digest hat nach dem März-Update beobachtet, dass vor allem drei Link-Typen verloren haben: gesponserte Gastbeiträge auf generalistischen Seiten mit hoher Domain-Autorität, Niche-Edit-Platzierungen auf gealterten Domains mit dünnem Inhalt und Links aus privaten Blog-Netzwerken, erkannt über technische Fußabdrücke statt über Inhaltsqualität. Gestärkt worden seien redaktionelle Zitate aus Originalforschung, Digital-PR-Links thematisch passender Publisher und Links von Autoren mit nachweisbarer Expertise. Google selbst hat für das März-Update erklärt, es ziele nicht auf Link-Spam. Ich lese beides so: Die beobachteten Verluste sagen etwas über die Qualität der Link-Quellen, nicht über den Fokus des Updates. Die Empfehlung bleibt dieselbe wie im Beitrag zu E-E-A-T und Google: Links entstehen aus Substanz, nicht aus Platzierungen.

Was Sie jetzt tun sollten

Die gute Nachricht: Die meisten Websites, die ich sehe, verstoßen nicht gegen die Spam-Richtlinien. Die weniger gute: Verstöße entstehen oft ohne Absicht, durch eingekaufte Skripte, alte Vereinbarungen oder eine Content-Produktion, die schneller wächst als ihre Qualitätskontrolle. Fünf Prüfpunkte, die ich in jedem SXO-Audit (SXO steht für Search Experience Optimization) abarbeite:

  • Browser-Verlauf: Testen Sie den Zurück-Button auf Ihren wichtigsten Einstiegsseiten, mit aktivierten Werbe- und Tracking-Skripten. Jeder Umweg ist ein Richtlinienverstoß.
  • Fremdinhalte: Listen Sie alle Bereiche mit Inhalten Dritter (Gastbeiträge, White-Label-Rubriken, Gutschein- oder Vergleichsseiten). Prüfen Sie, ob sie redaktionell integriert sind oder nur die Domain-Autorität nutzen.
  • Skalierte Inhalte: Bewerten Sie automatisch erzeugte Seiten nach ihrem Zweck. Fragen Sie nicht, ob KI beteiligt war, sondern ob ein Mensch die Seite so suchen und brauchen würde.
  • Backlink-Profil: Sichten Sie den Bericht „Links“ in der Search Console. Ohne manuelle Maßnahme und ohne aktive Attacke bleibt das Disavow-Tool geschlossen.
  • Monitoring: Abonnieren Sie den RSS-Feed des Status Dashboards und notieren Sie Update-Daten in Ihrem Reporting. Ein Einbruch ohne Datumskontext ist nicht diagnostizierbar; die Anatomie der SERP verändert sich ohnehin schneller, als die meisten Reports es abbilden.

Fazit: Spam-Vermeidung ist Nutzerführung

Ein Google Spam Update bestraft keine Websites, es bestraft Praktiken. Fast jede dieser Praktiken hat einen gemeinsamen Nenner: Sie nehmen dem Nutzer etwas weg, das er erwartet, den Zurück-Button, eine ehrliche Empfehlung, eine Seite, die ihre Frage beantwortet. Deshalb ist die beste Vorbereitung auf das nächste Google Spam Update keine SEO-Taktik, sondern ein Blick auf die eigene Website durch die Augen der Menschen, die sie besuchen.

Wenn Sie nach einem der Updates 2026 einen Einbruch sehen und die Ursache nicht sicher zuordnen können, helfe ich Ihnen bei der Diagnose: Datumsabgleich, Richtlinien-Check und ein Maßnahmenplan, der sich an Ihren Geschäftszielen orientiert. Senden Sie mir eine Anfrage, und wir gehen es gemeinsam an.

Häufige Fragen zum Google Spam Update

Wie oft gibt es ein Google Spam Update?

Es gibt keinen festen Rhythmus. 2026 hat Google bisher drei Spam-Updates ausgerollt: im März, im Juni und im August. Jedes Update wird mit Beginn und Ende im Google Search Status Dashboard veröffentlicht.

Wie lange dauert es, sich von einem Spam Update zu erholen?

Laut Google-Dokumentation kann eine Erholung Monate dauern, weil die automatischen Systeme erst lernen müssen, dass die Website die Spam-Richtlinien wieder einhält. Bei Updates gegen Link-Spam ist der Ranking-Vorteil aus den entwerteten Links dauerhaft verloren.

Woran erkenne ich eine manuelle Maßnahme?

Eine manuelle Maßnahme steht im Bericht „Manuelle Maßnahmen“ der Google Search Console und wird zusätzlich in der Nachrichtenzentrale gemeldet. Eine algorithmische Abwertung durch ein Spam Update erzeugt dagegen keine Benachrichtigung.

Ist KI-generierter Content ein Verstoß gegen die Spam-Richtlinien?

Nein, nicht an sich. Google bewertet den Zweck, nicht das Werkzeug. Ein Verstoß liegt vor, wenn viele Seiten primär zur Ranking-Manipulation erzeugt werden und Nutzern wenig Wert bieten. Das gilt für KI-Text ebenso wie für gescrapte oder zusammenkopierte Inhalte.

Gilt die Site Reputation Policy in Deutschland noch?

Die Richtlinie gilt weiterhin, aber seit Ende August 2026 setzt Google manuelle Maßnahmen darunter für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum nicht mehr durch. Der betroffene Bereich einer Website kann stattdessen von der Hauptdomain getrennt werden und rankt dann eigenständig.